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Verirrter Wanderer im Toten Gebirge

  • Autorenbild: Bergrettung OÖ
    Bergrettung OÖ
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Ortsstelle Grünau im Almtal, 24. / 24. Juli 2026


Ein Bergsteiger hat in der Nacht auf Freitag, 24. Juli im Toten Gebirge einen Großeinsatz der Bergrettung ausgelöst. Der 18-Jährige hatte sich im Bereich des Schermbergs im Bezirk Gmunden verirrt. Wegen des starken Windes war eine Bergung mit dem Notarzthubschrauber nicht möglich.


Donnerstagmittag wollte sich der junge Wanderer vom Almsee auf den Weg über das Hochplateau des Toten Gebirges zur Welserhütte machen. Doch er hatte die Weglänge unterschätzt und wollte westlich vom Schermberg über das Schneetal ins Büchsenkar abkürzen. „Das ist ein Weg, der eigentlich nie von jemandem gegangen wird. Manchmal von Einheimischen, aber das passiert alle zehn Jahre“, sagte Einsatzleiter Martin Trautwein von der Bergrettung Grünau im Almtal.

Als der 18-Jährige nicht mehr weiter konnte, setzte er gegen 21 Uhr einen Notruf ab. Doch die Telefonverbindung zu dem Mann brach immer wieder ab. „Ich habe ihm dann eine SMS geschickt, weil die geht dann trotzdem irgendwann einmal durch, sobald man ein bisschen Telefonempfang hat“, so Trautwein.



Nur mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet

In gebrochenem Englisch gab der Mann schließlich seine Koordinaten durch, die Bergrettung machte sich sofort auf den Weg – „weil auch die Gipfel bereits in den Wolken waren, wir haben auch immer wieder Rücksprache mit dem Hüttenwirt der Welserhütte gehalten“, berichtete Trautwein.

Mit einer Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers wurde der Mann kurz vor Mitternacht entdeckt. Gegen ein Uhr früh konnte auch die Bergrettung den verirrten Mann finden. „Zu unserem Erschrecken war er nur mit einer kurzen Hose und einem kurzen T-Shirt bekleidet. Auf der Welser Hütte hatte es bereits einige Stunden zuvor nur fünf Grad. Ihm war also ordentlich kalt“, schilderte der Einsatzleiter.


Starker Wind: Taubergung nicht möglich

Starker Wind machte eine Rettung aus der Luft unmöglich. „Der Pilot hat uns gesagt, dass bei dem Wind keine Taubergung möglich ist. Auch eine Landung war durch den starken Wind nicht möglich“, so Trautwein.

Der unverletzte, aber stark unterkühlte 18-Jährige musste am Seil gesichert langsam ins Tal gebracht werden. Vermutet wird, dass sich der Ungar von einer App falsch leiten ließ. Nach etwa acht Stunden Einsatz konnte die Bergrettung das Tal erreichen.

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