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"Lawine melden"

  • Autorenbild: Bergrettung OÖ
    Bergrettung OÖ
  • 3. März
  • 2 Min. Lesezeit

Eine Kampagne der Bergrettung Oberösterreich


LAWINE MELDEN - MELDUNG statt FLUCHT

Die Lawinengefahr steigt an - Lawinenereignisse melden!

Bereits 26 Personen sind in dieser Wintersaison in Österreich durch Lawinen ums Leben gekommen. In Oberösterreich wissen wir nur von ein paar wenigen Lawinen mit Personenbeteiligung, diese sind alle glimpflich verlaufen – weder verschüttet noch verletzt. Doch nur wenige dieser Lawinen werden über die Notrufnummer 140 an die Rettungsleitstelle gemeldet. Genau diese Information ist aber von immensem Wert für die Rettungsorganisationen und den Lawinenwarndienst. Kostspielige und aufwändige Einsätze können durch eine Meldung vermieden werden.


Wertvolle Infos

Der Lawinenwarndienst kann diese wertvolle Information nutzen und die Gefahrenstellen für andere Wintersportler in der Lawinenprognose besser eingrenzen. Zudem verwertet die Alpinpolizei diese Information in der Statistik des österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Durch Mustererkennung können somit neue Erkenntnisse in Bezug auf zukünftige Ausbildungen gewonnen werden.

Abbau einer Hemmschwelle

Die Projektinitiatoren Robert Kniewasser und Dr. Bernhard Schmid haben dies als Anlass genommen, um eine landesweite Initiative zu starten. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wird versucht, Wintersportler in der breiten Öffentlichkeit zu erreichen, um Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen.

Ziel der Initiative ist ein Kulturwechsel – weg von der Flucht, hin zum Melden von Lawinenereignissen und somit ein Abbau der Hemmschwelle, den Notruf zu wählen. Bei einer Meldung sind weder Strafen, Kritik noch andere Konsequenzen zu befürchten. Im Gegenteil: die Rettungsorganisationen bedanken sich im Voraus für die Entlastung!



Angepasstes Verhalten

Wir erleben gerade den schlimmsten Winter seit Jahrzehnten. Der eiskalte Winterbeginn bei nur wenig Schnee hat einen äußerst ungünstigen Schneedeckenaufbau verursacht; der untere Teil der Schneedecke hat sich zu labilen, großen Körnern umgewandelt. Sogar für erfahrene Alpinisten ist es im Moment schwer, die Gefahrenstellen zu erkennen. Alle Hänge über 30 Grad, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer als sicher galten, sind diesen Winter neu zu bewerten.

Diese tückisch verborgenen Altschneeschichten bleiben uns leider den ganzen Winter erhalten und erfordern angepasstes, defensives Verhalten! Eine Beschränkung von Touren und Freeriden auf maximal 30° Hangsteilheit würde die Gefahr einer Lawinenauslösung um mehr als 90 % reduzieren. Sehr zu empfehlen ist auch, einmal in die Schneedecke hineinzugraben, um sich selbst ein Bild von der kritischen Lage zu machen.


Landingpage Kampagne:


Partner:

Lawinenwarndienst OÖ | Rotes Kreuz Oberösterreich | Alpinpolizei Oberösterreich

Bergführerverband Oberösterreich | Alpenverein Oberösterreich | Naturfreunde Oberösterreich


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