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Hubschrauberfliegen in einer Trainingshalle

Dies hört sich verrückt an, aber es ist Realität. Drei Hundeführer der Suchhundestaffel traten am 25.09. eine spannende Reise in das Zentrum für Sicherheit und Ausbildung der Bergwacht Bayern nach Bad Tölz an.

Begleitet wurde die Anreise durch Starkregen und Sturmböen. Ein Hubschraubertraining, wie es wir kennen, wäre unter diesen Wetterbedingungen unmöglich gewesen. Wir glaubten unseren Augen nicht wie wir die 1.500 m2 große Halle betraten.

Eine umgebaute Helikopterzelle des Typs BK 117 und eine Mockup Zelle der Firma AMST hängen an 16 Stahlseilen, die mit einer Krananlage an der Hallendecke verbunden ist und „fliegt“ auf diese Art durch die Halle. Somit ist an 365 Tagen im Jahr, auch bei Nacht, Schlechtwetter ein Training möglich.

Diese Trainingsanlage für die technische Luftrettung ist weltweit einzigartig. Es ist auch ein sehr umweltfreundliches Verfahren. Nach einer kurzen Vorstellrunde und Einführung begann auch schon das Training. Jeder von uns bekam einen erfahrenen Kammeraden der Bergwacht zur Seite gestellt. Mitglieder der Bergwacht machen Flugretterdienst und müssen daher einmal jährlich eine Fortbildung hier im Ausbildungszentrum absolvieren. Diese Fortbildung läuft in einem Stationsbetrieb ab.

Begonnen haben wir mit dem Windenfahren. Die zweite Station war Erste Hilfe, inklusive der Bedienung eines Defibrillators. Beinhaltet war auch eine Bergung aus einer Seilbahngondel mittels Hubschrauber. Das Mitführen von Schiern im Hubschrauber wurde genau so geübt wie eine Bergung von einem Hausdach. Gegen Ende der Ausbildung stand noch eine Kaperbergung an der künstlichen Kletterwand an der Stirnseite der Halle.


Der Höhepunkt für uns Hundeführer war der letzte Übungspunkt, das Windenfahren mit unseren Vierbeinern. Es zeigte sich wieder, auch für unsere Hunde ist das Training am Hubschrauber ein Highlight, das sie sehr gerne machen. Der letzte Durchgang war sogar mit Motorgeräusch und Downwash, das zusätzlich zum Zuschalten war. Dies soll noch mehr das Gefühl eines echten Einsatzes vermitteln. Nach einer Nachbesprechung gehen Stunden voller Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen zu Ende.

HUSTA

Josef Höllwerth



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