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Einsatzzahlen Erneut auf Rekordniveau

  • Autorenbild: Bergrettung OÖ
    Bergrettung OÖ
  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Landesverband Oberösterreich, 10. Februar 2026


Noch nie so oft ausgerückt


Der Bergsportboom hält weiter an und spiegelt sich in einem seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend bei den Einsatzzahlen wider. 701-mal wurde die Bergrettung Oberösterreich im Jahr 2025 zu alpinen Notfällen gerufen – eine Steigerung um rund 13 % gegenüber dem Vorjahr.



Nach einem bereits erreichten „All-Time-High“ im Jahr 2024 schließt die Bergrettung Oberösterreich ihre Einsatzbilanz für das Jahr 2025 mit einem weiteren großen Sprung ab. Zum ersten Mal rückten die Einsatzkräfte in Oberösterreich über 700-mal aus. Auch die Zahl von 740 geborgenen Personen ist ein bisher nie dagewesener Höchstwert. Das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor (2024: 656) – erfreulich ist jedoch, dass die Zahl der Alpintoten weiter gesunken ist. Für zehn Verunfallte kam 2025 jede Hilfe zu spät – eine Zahl, die deutlich unter dem Zehn-Jahres-Mittel liegt (2023: 26; 2024: 14). Fast ein Viertel aller Personen wurde unverletzt geborgen (547 verletzt; 179 unverletzt; 4 ohne Angabe).

„Wir nehmen einen weiter anhaltenden Trend zum Bergsport wahr. Der Grund für die hohen Einsatzzahlen liegt bei beliebten Breitensportarten wie Wandern und Skifahren auf der Piste“, erklärt Dr. Christoph Preimesberger, Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich. „Extreme Sportarten führen statistisch gesehen zum Glück selten zu schweren Unfällen.“


 

 

Gute Vorbereitung, auch bei leichten Touren

Gerade scheinbar einfache Unternehmungen bergen bei schlechter Planung ein hohes Risiko für einen Bergunfall. Immer wieder kommt es vor, dass sich Menschen in unwegsames Gelände verirren, zu wenig trinken, ihr Können falsch einschätzen oder schlichtweg mit den alpinen Gefahren überfordert sind. „Wenn man sich in einer ausweglosen Situation befindet, ist die frühzeitige Entscheidung zum Alpin-Notruf 140 absolut richtig!“, bestätigt Preimesberger. Die Bergrettung empfiehlt, sich vor der Tour mit dem Verlauf auseinander zu setzen, den Wetterbericht zu lesen, die persönliche Ausrüstung anzupassen und während der Tour auftretende Gefahren richtig einzuschätzen.


Hitze – ein unterschätztes Problem

Ende Mai führten sommerliche Temperaturen an einem verlängerten Wochenende zu insgesamt 13 Einsätzen in Oberösterreich. Von Panikattacken über Kreislaufprobleme bis hin zu schweren Verletzungen durch Stürze reichten die Unfallmuster. Allein im August 2025 musste Oberösterreichs Bergrettung 69 Einsätze bewältigen. Für viele Ortsstellen bedeutet das mehrere Einsätze an einem Tag – teilweise sogar an derselben Stelle. Auch hier gilt wieder: Viele Unfälle lassen sich durch gute Tourenplanung vermeiden. Um bei längeren Touren auf unvorhergesehene Situationen vorbereitet zu sein, gehören ein Erste-Hilfe-Paket, warme Kleidung und eine Stirnlampe zusätzlich in den Rucksack!


 

Gut vorbereitet auch für den Ernstfall

Menschen aus 28 verschiedenen Nationen wurden 2025 in Oberösterreich gerettet. Zwei Drittel davon kommen aus Österreich, 15 % aus Deutschland und 10 % aus Tschechien. Stürzen und Stolpern bleibt die häufigste Ursache für Unfälle und lässt sich leider oft nicht vermeiden. Tritt trotz guter Planung der Ernstfall ein, ist es wichtig, auch auf diesen gut vorbereitet zu sein. Eine Förderer-Versicherung über die Bergrettung Oberösterreich übernimmt die Kosten bei einer Bergung aus unwegsamem Gelände. Das beinhaltet auch Hubschrauberbergungen oder komplexe Rettungs- und Sucheinsätze der Bergrettung.


Dr. Christoph Preimesberger, Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich
Dr. Christoph Preimesberger, Landesleiter der Bergrettung Oberösterreich

Mit insgesamt 883 Bergretter:innen ist der Landesverband Oberösterreich für das hohe Einsatzaufkommen gut gerüstet. „Wir legen großen Wert auf eine professionelle, landesweite Aus- und Fortbildung unserer Bergretterinnen und Bergretter. Rund 20 Anwärter:innen beginnen jährlich ihre Basisausbildung!“, freut sich Landesleiter Dr. Christoph Preimesberger.

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